Dein Wochenende in Wien - wo Lebensqualität und Grantel aufeinanderstoßen!

Wir verraten dir wie Du ein “leiwandes” Wochenende in der Stadt von Schnitzel, Sissi und Spritzer am besten verbringen solltest, um keines der Highlights zu verpassen und geben dir die wichtigsten Wörter auf “Wienerisch” mit auf den Weg …

Wien ist anders.

Wien ist anders.

Schon zum 9. Mal in Folge ist die Hauptstadt Österreichs zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt worden, und das auch zu Recht! “Wien ist anders.” - der Slogan der Stadt verspricht auf keinen Fall zu viel, denn hier treffen Tradition und Moderne aufeinander. Neben einem unglaublichen Angebot an Kunst, Kultur und Geschichte, ist Wien auch stets am Puls der Zeit und überzeugt durch hippe Cafés, moderne Street Art und abwechslungsreiche Events für Groß und Klein. Der wahre Wiener Charme ist aber ohne Zweifel der Grantel der Bewohnerinnen und Bewohner.

Tag 1

Tag 1

Ok, but first coffee. Um gut gelaunt und voller Energie in den Tag starten zu können ist ein gutes Frühstück ein absolutes Muss. Wir empfehlen das Café-Restaurant Klyo. Es hat ein unglaubliches Ambiente und lockt auch viele Einheimische mit einer abwechslungsreichen und köstlichen Speisekarte an. Es ist direkt bei der Urania, einem wunderschönen Jugendstilhaus, gelegen und bietet durch große Fenster den besten Blick auf den Donaukanal. Der Food-Trend des Avocadobrots ist auch an Wien nicht vorbei gegangen - in diesem Café gibt es aber ohne Frage eines der Besten. Getoppt mit einer Safranhollandaise, Kresse und einem pochierten Ei wird es zum wahren Gaumenschmaus. Dazu natürlich noch einen Kaffee. Wenn Du eine österreichische Kaffeespezialität probieren möchtest, dann bestelle dir eine Wiener Melange!

Mit vollem Magen ist es nun Zeit die Stadt zu erkunden! Gehe am Donaukanal entlang Richtung Schwedenplatz und lass dich von der dort zu findenden Street Art begeistern. Der Donaukanal ist tagsüber eine beliebte Promenade zum Spazieren, wo dir viele Jogger und Radfahrer begegnen werden. 

Abends ist es vor allem eine Szene für junge Leute, die am Kanal sitzen, den Sonnenuntergang genießen und dann in einer der zahlreichen Bars einkehren, um mit einem Bier oder einem Spritzer anzustoßen. Ein Spritzer, auch Spritzwein oder G’spritzter genannt, ist Weißwein mit Sodawasser vermischt und wird von den Wienerinnen und Wiener gerne bestellt. Das Lieblings-Zitat des ehemaligen Bürgermeister Michael Häupl ist sicherlich: “Man bringe den Spritzwein.” … Na dann, prost!

Beim Schwedenplatz angekommen, versteckt sich eine weitere Versuchung für einen Koffein-Kick. Beim Fleischmarkt, nur eine Gasse weiter, ist das süße und charmante Fenster Café zu finden - ein Third Wave Café mit ausgefallen Kaffee-Kreationen. Unser Liebling ist der Cornettocino, eine große Waffel gefüllt mit einem Cappucino.

Kehre zum Schwedenplatz zurück und bummle die Rotenturmstraße entlang bis eines der Wiener Wahrzeichen vor dir auftaucht: Der Stephansdom. Im 12. Jahrhundert erbaut, ist es heute das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs. Darin lässt sich die Pummerin finden, die zweitgrößte freischwingend geläutete Glocke in Europa. Das Bauwerk lädt dazu ein dessen wertvolle Altäre, Seitenkapellen und den Domschatz zu besichtigen.

Schlendere nun die Kärtnerstraße entlang, zücke dein “Börserl” (Geldtasche) und shoppe dich durch die Geschäfte. Falls Du etwas Schönes für dich finden solltest, aber nur eine kleine Tasche dabei hast, dann frage nach einem Sackerl - das ist eine Tüte ;)

Am Ende der Kärtnerstraße taucht auf der rechten Seite die Wiener Staatsoper auf. Sie war das erste Gebäude auf der Wiener Ringstraße und wurde 1869 mit einer Premiere von Don Giovanni von Mozart eröffnet. Heute bietet es 60 verschiedene Opern- und Balletballwerke und zählt zu den international bedeutendsten Opernhäusern. Neben der Oper befindet sich das Hotel Sacher, ein renommiertes Hotel, dem wir vor allem für eines sehr dankbar sind: Die Sachertorte. Der Genuss ist kaum in Torte, ups natürlich Worte, zu fassen: Ein Schokoladekuchen in der Mitte mit Marillenmarmelade (Marillen sind das österreichische Wort für Aprikosen) bestrichen und mit einer Schokoladenglasur getoppt. Falls Du einen Snack-to-go möchtest, dann empfehlen wir dir im Café einen Sacherwürfel zu bestellen, eine Sachertorte in Mini-Form. Für die Kultur-Affinen befindet sich nur ein paar Straßen weiter die Albertina, ein Museum, welches eines der größten grafischen Sammlungen der Welt und Meisterwerke der Klassischen Moderne der letzten 130 Jahre zur Schau stellt.  

Weiter geht es entlang der Ringstraße. Diese ist ein wunderschöner Boulevard mit dem man auf einen Streich die wichtigsten und prächtigsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Stadt gesehen hat. Auf insgesamt 5,3 km warten hier das Parlament, das Rathaus, das Burgtheater, die Universität Wien, die Wiener Börse, die Votivkirche sowie das Kunsthistorische und Naturhistorische Museum auf dich. Bei den beiden letzteren Museen  lockt auch auf der Straßenseite gegenüber der Heldenplatz, wobei auf der einen Seite der Burggarten und auf der anderen der Volksgarten anschließt. Diese sind ein schönes Wiener Plätzchen, um bei schönem Wetter zu entspannen oder ein Picknick zu machen, aber auch ein beliebter Lernspot. Der Volksgarten ist ein besonders romantisches Fleckchen, da man hier Kärtchen inmitten der Pflanzen findet, die eine persönliche Widmung enthalten. Nimm einen Spaziergang entlang der Ringstraße, atme die Wiener Luft ein und dabei ja ned hudeln, also immer mit der Ruhe!

Der Tag neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für typisch österreichische Küche. Lust auf ein Wiener Schnitzel? Dann empfehlen wir den Schnitzelwirt oder Figlmüller. Um dieses zu verdauen, braucht man übrigens ungefähr 8 Stunden. Wer unbedingt einen Tafelspitz kosten möchte, der ist bei Plachutta richtig aufgehoben. Für gutbürgerliche Küche mit Schmankerln und gutem Wein sollte man unbedingt bei einem der Heurigen einkehren, welches ein typischer Buschenschank ist. Unser Top-Tipp ist das Restaurant “Wienerin” im Herzen von Wien. Hier kann man sich nur schwer für ein Gericht entscheiden, als Nachspeise solltest Du aber unbedingt einen Altwiener Apfelstrudel probieren!

Tag 2

Tag 2

Frisch und munter starten wir in den zweiten Tag. Bei deinem Städtetrip darf auf keinen Fall ein Besuch in eines der traditionellen Kaffeehäuser fehlen, um ein echtes Wiener Frühstück zu genießen. Dieses besteht ganz klassisch aus einer Semmel (einem Brötchen ;) ), Marmelade, Butter und einem weichen Ei. Die erweiterte Variante beinhaltet zudem auch noch Schinken und Käse. Wir empfehlen das Café Prückel, das Café Museum oder Café Landtmann. Vor allem die Oberkellner machen den Charme und die Eleganz der Kaffeehäuser aus ... und zwar mit dem typischen Wiener Grantel. 

Weiter geht es zum Schloss Schönbrunn. Die beliebteste Sehenswürdigkeit in ganz Wien wo einst Maria Theresia, Kaiser Franz Joseph und dessen Frau Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, gelebt haben. Das prächtige Gebäude mit seiner atemberaubenden Architektur und kaiserlichen Innenausstattung zählt zu den UNESCO Weltkulturerben. Bei einer Tour kannst Du unter anderem die Prunkräume und Privatgemächer besichtigen und danach einen Spaziergang im Kronprinzengarten machen. Hier finden sich zudem auch die Gloriette, der Irrgarten und der älteste Zoo der Welt.

Für kulinarisches und buntes Angebot geht es dann weiter zum bekanntesten Markt: Dem Naschmarkt. Hier kann man sich bei rund 120 Marktständen und Lokalen durch Delikatessen der ganzen Welt probieren - von Wienerisch bis zu Orientalisch und Italienisch. Bei der Linken Wienzeile kann man zudem auch die Wienzeilenhäuser von Otto Wagner bestaunen, die typisch für die Wiener Jugendstilarchitektur sind.

Schon ist es wieder Zeit für die Abreise, aber nach diesem Wochenende wirst Du dich bestimmt wie ein echter Schlawi(e)ner fühlen ;)

von Laura Farrensteiner